Ihre 3 Stufen auf dem Weg ins Social-Media-Universum

Social-Media-Marketing war anfangs ‚irgend so ein Trend‘, seit ein paar Jahren steht es bei jedem Unternehmen, dass Produkte im B2C-Bereich verkauft, zumindest auf der Agenda. Die Frage, ob sich der Aufwand der Social-Media-Betreuung für Ihr Unternehmen lohnt, können Sie sich nach dem Lesen dieses Artikels selbst beantworten.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Social-Media-Plattformen es weltweit gibt? Wissen Sie es? Ich habe keine Ahnung. Ich habe aufgehört, mir solche Fragen zu stellen. Denn mal ganz ehrlich: Was nützt mir dieses Wissen, wenn es für mein Unternehmen total uninteressant ist, welche Plattform gerade in Japan der letzte Schrei ist? Also lassen wir das und konzentrieren uns auf den hiesigen Markt. Schauen wir, wie Social Media für Sie relevant wird.

3 Stufen ins Social-Media-Universum

BESTANDTEILE DES SOCIAL-MEDIA-UNIVERSUMS

Die meisten Unternehmen beschäftigen sich nur mit den großen Playern der Social-Media-Szene. Die Trendsetter sind Facebook, YouTube, Twitter und Instagram. Google ist irgendwie auch dabei, aber nur schlecht zu definieren. Der aufsteigende Stern ist Pinterest, da diese Plattform nun auch im deutschsprachigen Raum Werbeanzeigen zulässt. Von SnapChat und TikTok haben Sie vielleicht schon mal was gehört. Sie sprechen die neue Junggeneration an.

LinkedIn und Xing sind Ihnen als Netzwerk-Plattformen wohl bekannt, manch einer von Ihnen hat so einen schlummernden Account. So weit so gut. Haben Sie beim Thema Social Media schon einmal an Ebay gedacht? Oder Wikipedia? Und bitte vergessen Sie nicht die ganzen Branchenplattformen. Für einige Unternehmen können lokale Anbieter viel relevanter sein, als die großen Player.

Fallen Ihnen langsam weitere Namen ein, die auch als digitale Orte des sozialen Austauschs bezeichnet werden könnten?

SOCIAL-MEDIA-STRATEGIE: ZIEL, ZIELGRUPPE & KANAL

Für die erfolgreiche Nutzung von Social-Media-Kanälen muss ganz zu Beginn eine Strategie her. Legen Sie Ihr primäres Ziel für Ihre Interaktionen in sozialen Medien fest. Fragen Sie sich, ob Sie mit Social-Media-Aktivitäten die Bekanntheit Ihrer Marke erhöhen möchten. Suchen Sie neue Mitarbeiter, die gut in das bestehende Team passen, oder soll der Kanal einzig den Verkauf vorantreiben oder bei der Service-Abwicklung unterstützen? Sie haben die Qual der Wahl. Je nach Wahl des Mediums kann die Zielstellung unterschiedlich ausfallen.

Im zweiten Schritt bestimmen Sie die Zielgruppe und planen die richtige Ansprache. Den größten Unterschied bildet neben der Branche die Ausrichtung Ihres Unternehmens auf B2B- oder B2C-Kund:innen. Binden Sie die Social-Media-Ansprache in Ihre übergeordnete Unternehmens-Kommunikation ein. Sie können sprachlich abweichen, dennoch sollten für Ihr Unternehmen wichtige Begriffe und das Branchen-Know-how nicht über Bord geworfen werden.

Die Strategie der Social-Media-Kommunikation
Aufbau der Kommunikations-Strategie eines Unternehmens für Social Media

Erst ganz zum Schluss suchen Sie die auf sich passenden Social-Media-Kanäle aus. Diese Reihenfolge ist essenziell, denn jeder Kanal hat seine Spezifika, eine eigene Kommunikations-Dynamik der Nutzer und unterschiedliche Reichweiten bei den verschiedenen Zielgruppen. Wie Sie Ihr Unternehmen, Produkt oder Ihre Dienstleistung zukünftig über festgelegte Inhalte an Ihre Interessenten kommunizieren, hängt als sehr deutlich von der Kanalwahl ab. Jeder Kanal ist auf eine bestimmte Art ein eigenes Universum. Über Qualität und Quantität der zu betreibenden Plattformen entscheiden Sie durch Ihr Kontingent an Zeit und das Budget.

WARUM ÜBERHAUPT SOCIAL MEDIA?

Gründe wie Reichweite erhöhen oder den Service-Bereich mit Social Media unterstützen habe ich schon erwähnt. So insgesamt trennt sich bei dieser Frage die Spreu vom Weizen: Social Media ja – dann aber bitte richtig. Oder nein – kann auch eine sinnvolle Entscheidung sein, dann bitte auch richtig ‚nein‘. Nicht so ein bisschen hier und ein wenig da mit halb aufgesetzten Profilen ohne Foto. Dann lieber löschen. Ungepflegte Accounts wirken abstoßend und sie hinterlassen beim Leser das Gefühl des Unwichtig-Seins. Ihnen sind Ihre Kunden jedoch nicht unwichtig. Nur dieses Portal, auf dem der halbe Account herumlungert.

Der Grund ‚Weil es die Konkurrenz macht.‘ ist ein wohlbekannter, aber kein guter. Was genau macht Ihre Konkurrenz? Wo ist sie vertreten? Informiert sie nur ihre Nutzer oder bietet sie richtig gute Informationen, hilft den Usern oder spricht sogar direkt mit ihnen? Fragen Sie sich, ob Sie das auch – genau so – machen wollen oder eben ganz anders und schätzen Sie sich selbst ein, ob Sie am Ball bleiben werden.

Wenn Sie sich gegen die unternehmerische Nutzung von Social-Media-Kanälen entscheiden, dann gratuliere ich Ihnen zu dieser Entscheidung, denn eine gefällte, ist besser als eine jahrelange offene Aufgabe auf der To-do-Liste. Dann können Sie hier aufhören zu lesen.

Wer sich an dieser Stelle noch nicht ganz sicher ist, oder zumindest auf ‚Probieren‘ eingestellt ist, den ermuntere ich, unbedingt weiterzulesen. Wir kommen nämlich noch zu dem Punkt, wie Sie Ihre Aktivitäten rund um Social Media in Ihre Alltagsroutinen integriert bekommen.

WENN SOCIAL MEDIA, DANN RICHTIG

„Also wenn ich jetzt schon in Social Media einsteige, dann so richtig. Unter der Präsenz auf 10 Plattformen ergibt das doch keinen Sinn.“ Falsch. Wenn Sie vorhaben, Ihre Social-Media-Kanäle adäquat zu betreuen, dann wählen Sie zu Beginn maximal 2 Plattformen aus. Dann können Sie alle Fehler, die anfänglich begangen werden müssen, auf 2 Kanäle eingrenzen. Und Sie können den Aufwand der Plattform-Betreuung nach ein paar Tagen, besser Wochen, überlegter einschätzen.

Wenn alles gut funktioniert, dann wählen Sie mit Bedacht einen dritten Anbieter aus. Nicht einfach so aus dem Bauch heraus, sondern mit Ihrer fundierten Strategie. Sonst verschaffen Sie sich selbst oder Ihren Mitarbeiter:innen unnötigen Mehraufwand.

SOCIAL MEDIA + ARBEITSALLTAG = UNMÖGLICH

Viele Unternehmer haben einen komplett ausgelasteten Arbeitstag, da passt nix mehr rein. Und Frau Schmidts Schreibtisch hängt schon ganz leicht in der Mitte durch. Mit diesem Bild können sich bestimmt 80 Prozent der Leser identifizieren. Die Social-Media-Aktivitäten wollen dennoch bearbeitet werden. So lange Sie Ihren Neffen nicht für Ihre Social-Media-Ziele begeistern können, stehen Ihnen diese 3 Optionen zur Verfügung.

Sie machen alles allein

Sie schaufeln sich Zeiten frei und nutzt das Wochenende, um sich zu Social Media zu belesen. Sie tragen sich mit Ihrem privaten Facebook-Profil in Gruppen ein. Darin stellen Sie gezielte Fragen und lesen Wissenswertes mit. Dann kaufen Sie für je mindestens 100 € Marktberichte renommierter Anbieter, die Ihnen die aktuellen Zahlen für das Social-Media-Business aus dem Vorjahr aufbereitet haben.

2 Wochen lang tracken Sie die Zeit, die Sie investieren und gleichen Ihr Wissen mit Ihren Zielen ab. Wenn das Ergebnis positiv ausfällt, entwickeln Sie Ihre eigene Social-Media-Strategie und starten mit dem ersten sozialen Medium. Die Themenfindung, das Wording und die Hashtag-Suche sollten nicht als zu zeitraubend wahrgenommen werden.

Wenn Sie dranbleiben und vieles ausprobieren, gewinnen Sie Stück für Stück mehr Follower. Sollten Sie nach diesen 2 Wochen viel Zeit investiert haben, jedoch noch keinen Schritt weiter sein, geben Sie die Aufgabe ab.

Sie steigern Ihre Effizienz mit einem Social-Media-Kalender

Sie wollen das Social-Media-Zepter nicht aus der Hand geben, jedoch wünschen Sie sich Effizienz. Was Sie brauchen, ist ein Werkzeug, das Ihnen hilft, die Social-Media-Kanäle regelmäßig mit Inhalten zu füllen. Ohne dabei jeden Tag viel Zeit darauf zu investieren. Dieses Tool heißt Social-Media-Kalender. Er schlägt Ihnen für jeden Tag im Jahr ein Thema vor, das mit dem richtigen Wochentag und dem richtigen Unternehmensbereich verknüpft ist.

Natürlich müssen Sie nicht jeden Tag medial etwas verkünden, doch bestimmte Themen funktionieren an bestimmten Tagen am besten. Das alles sagt Ihnen der Kalender. Dabei werden besondere Social-Media- und Feiertage berücksichtigt. Formulierungsvorschläge und nützliche Hashtags sind schon vorgegeben. Vorbereitete Grafiken erlauben Ihnen, schöne Grafiken und Bilder in Ihrem Firmendesign schnell zu erstellen.

Auch mit einem Social-Media-Kalender kommen Sie um die vorher zu entwickelnde Strategie nicht herum. Hier hilft Ihnen, sich einmalig Rat bei einer Social-Media-Berater:in einzuholen. Sie brauchen ca. 2 bis 3 Stunden, damit Sie Ihre entwickelte Grundidee vorgestellt und mit dem oder der Berater:in eine gute Richtung erarbeitet haben. Eine intensivere Arbeit mit einer Beratung ist selbstredend zielführender.

Sie holen sich Hilfe

Viele Virtuelle Assistenzen bieten diesen Service an. Freelancer:innen, die ortsunabhängig Servicetätigkeiten von der Buchhaltung bis zu Social-Media-Betreuung für Unternehmen und Selbstständige übernehmen.

Kompetente Virtuelle Assistenzen finden Sie über VA-Portale und auch in den sozialen Medien wie Facebook. Dort gibt es unzählige VA-Gruppen, in denen Sie Ihr Gesuch einstellen können.

Uebersicht der VA-Gruppen in Facebook
Auswahl an VA-Gruppen auf Facebook

Für das Grunddesign meines geplanten Instragram-Accounts habe ich Caro von Dein virtuelles Büro engagiert. Grafische Ideen entfalten sich im Austausch leichter. Und es geht schneller. Das Outsourcen kreativer Aufgaben ist für mich immer eine tolle Chance, neue Ideen und kreativen Input zu erhalten.

Nicht jeder Unternehmer hat gleich zu Beginn ein festes Budget für die Social-Media-Aktivitäten eingeplant oder hat schon ein Gefühl für die Gesamtkosten. Das ist ganz normal. Wenn der Preis nicht egal ist, fangen Sie ohne externe Unterstützung bei der regelmäßigen Profil-Pflege an und konzentrieren Sie sich erst einmal auf die Strategie-Entwicklung Ihrer Social-Media-Aktivitäten.

DER LANGE WEG DER ERFAHRUNG

Bei vielen mittelständigen Unternehmern und Selbstständigen läuft es ähnlich ab und sie durchlaufen alle 3 Stufen auf Ihrem Weg der Social-Media-Aktivitäten. Vielleicht finden Sie sich darin wieder?

Auf Stufe 1 beschäftigen Sie sich 1 bis 2 Wochen ganz allein mit der Social-Media-Strategien und den Einzelheiten wie Followern, Tribes, Blogposts, Storys, Hashtags, Empfehlungen, Insights sowie den ganzen Auswertungs-Möglichkeiten der Aktivitäten.

Anschließend lassen Sie Ihre bisherigen Strategie-Ideen von einem Social-Media-Experten begutachten. Er tuned die vorhandenen Pläne und bringt Ihre Vorstellungen mit den realistischen Möglichkeiten der Social-Media-Kanäle zusammen. Außerdem erhalten Sie von ihm für realistische Einschätzungen ein paar Zahlen. Sie haben Stufe 1 mit der Erfolgsstrategie und dem Start ihrer ersten zwei sozialen Kanälen gemeistert.

Bevor die sozialen Aktivitäten abflauen, weil Themenfindung und Posting-Erstellung zeitintensiver sind als geplant, begeben Sie sich auf Stufe 2 Ihres Social-Media-Wegs. Arbeiten Sie mit einem Social-Media-Kalender. Für jeden Tag ist ein Thema vorbereitet. Die Formulierung ist vorgeschlagen und die gängigen Hashtags ausgewählt. In 1 bis 2 Stunden pro Woche können alle Social-Media-Inhalte für Ihr Unternehmen erstellt sein, die Sie für zwei Kanäle benötigen. Mit dem Social-Media-Kalender können Sie die Arbeit auch abgeben, ohne das Ihr:e Mitarbeiter:in von heute auf morgen den Posten Social-Media-Beauftragte innehat.

Wenn das gut läuft, Sie regelmäßig Inhalte auf diese ersten Kanäle bringen und Lust auf Mehr haben: mehr Follower, mehr Kontakte, mehr Kommentare oder Austausch auf den Plattformen, dann werden die Anzeigenschaltung und der Zuwachs an Plattformen für Ihr Unternehmen interessant. Nun sind Sie auf Stufe 3 angekommen, denn spätestens hier sollten Sie eine:n Social-Media-Manager:in ins Boot holen.

Zwischen Stufe 1 des Selbststudiums und Stufe 3 der externen Betreuung Ihrer Social-Media-Präsenz können gut 1 bis 3 Jahre vergehen. Das hat was mit Interesse, Prioritäten und vor allem mit Budget zu tun. Berater wie ich empfehlen Ihnen, schon zu Beginn Ihrer Online-Aktivitäten mit Anzeigen-Schaltung wie Facebook-Ads zu starten, doch wenn das nichts für Sie ist, weil Sie damit noch keinerlei Berührungspunkte hatten, dann nehmen Sie sich die Zeit für die 3 Stufen auf Ihrem Weg der Social-Media-Aktivitäten. Letztlich ist es Ihr Geld, das für dieses Socializing ausgegeben wird. Mit der Wahl des richtigen Weges wird es Ihre sinnvolle Investition in mehr Reichweite, mehr Kontakte, mehr treue Kunden und mehr Umsatz für Ihr Unternehmen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihre Jana Berthold

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